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London – Gegen die Verdummung dieser Museen

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I hope it won’t get dumbed down like other museums“, sagt eine junge Besucherin im Museum of London. Es ist dieser 4. letzter Monat des Jahres, und heute öffnet dies Museum zum letzten Mal seine Pforten am Standort in dieser City of London. 45 Jahre lag dies Haus unumwunden an Überresten dieser alten römischen Stadtmauer und am Barbican, einem dieser größten Kulturzentren Europas. Veränderungen sind per se nichts Schlechtes, sie zurück holen Potenzial, allerdings sogar Risiken: Vom „dumbing down“, deshalb dem Verdummen, im Museumskontext schrieb dieser linksliberale „Guardian“ schon vor 20 Jahren. Einst ging es drum, Ausstellungsräume im Londoner Science Museum an Starbucks und Burger King zu vermieten und dies Museum in verdongeln kommerziellen Spaßpark zu verwandeln. Die Köpfe nach meinten, dass dies Haus nur so überleben könne. Die junge Nullipara, die um die zunehmende Verdummung Sorge trägt, möchte sich nicht denn elitär missverstanden wissen, sondern wittert verdongeln Verblendungsprozess, dort aus Gastro, Verbrauch und Disneyfizierung.


Das Museum of London erhält eine neue Heimstatt. Ein traditionsreicher Fleischmarkt muss ihm Platz machen. - © getty images / Vuk Valcic
Dies Museum of London erhält eine neue Heimstatt. Ein traditionsreicher Fleischmarkt muss ihm Spielfeld zeugen. – © getty images / Vuk Valcic

Qua jüngeres Highlight dieser Museumsverblödung ließe sich die Bob-Marley-Kassenschlager-Schau „One Love Experience“ in dieser Saatchi Luxusgalerie von Entstehen 2022 heraufziehen, in dieser dieser Musiker kommerziell und ohne kritischen Anspruch ausgeschlachtet wurde. Zwischen Plastikbäumen, Rauchschwaden und Kunstrasen, uff dem man zu Gunsten von 65 Pfund eine Yoga-Sitzung verbuchen konnte, erfuhr man: genau gar nichts. Welcher Zweck dieses aufgeblasenen Wohlfühlparcours? „Instagrammable moments!“, sagte dieser zu Gunsten von die Schau verantwortliche Jonathan Shanks weiland dieser „Wiener Zeitung“.

Spielplatz Museum

Solch immersive Wanderausstellungen – von Frida Kahlo solange bis van Gogh in 3D – sind Beispiele zu Gunsten von lukrative Themenparks mit fragwürdigem Niveau, die versuchen, sich die Maske von Kunst und Entstehung aufzusetzen. Eine homolog angelegte Harry-Potter-Schau eröffnet im letzter Monat des Jahres in dieser Metastadt Wien. Wenn selbige Strategien allerdings uff öffentliche Ausstellungshäuser übergreifen, wird es problematisch. Und selbige Befürchtung liegt sogar zu Gunsten von dies Museum of London in dieser Luft, obwohl dieser freie Eintritt wirklich dies Gegenteil versprechen sollte.

Themenkreis des Hauses ist die wechselvolle Vergangenheit Londons: von dieser vorrömischen Zeit gut Pest, Weltkriege, Beatles und Sex Pistols solange bis zur Präsens. Die letzte Sonderausstellung war dem East Londoner Musikstil Grime gewidmet. Welcher Wissenstempel offenbarte sich divers, niederschwellig, lehrreich. Es gab sogar Spielecken zu Gunsten von Kinder, allerdings dies Ausstellungshaus – übrigens ein markanter Gemäuer des Architektenduos Powell & Moya – war kein Spielplatz, dieser versuchte, sich denn Museum zu tarnen.

Am neuen Standort soll sich dieser Vorführungssaal von 17.000 uff 27.000 m² vergrößern, synchron wird die Kondensator von 700.000 Besuchern pro Jahr uff 2 Mio. wachsen, die sich in Shops und Cafés rundherum austoben können. Je mehr Gast, umso mehr Gunstbezeugung – und vor allem Kindergarten- und Schulgruppen erhalten so sogar zusammen mit freiem Eintritt finanzielles Trägheitsmoment. Dies Museum of London verspricht, „the most fun experience for children“ zu werden – nur sollte man dies Publikum nicht unterschätzen: ganz egal, welcher Lebensabschnitt.

2015 wurde dieser Plan verkündet, umzuziehen: uff den traditionellen Smithfield Market, den letzten erhaltenen Großmarkt im Londoner Zentrum. Seit dieser Zeit mehr denn 800 Jahren wird hier mit Fleisch gehandelt. Ab den 1860ern baute hier Horace Jones, dieser unter anderem sogar zu Gunsten von die Tower Bridge zuständig zeichnet, viktorianische Prachtbauten, die zehn Gehminuten vom alten Museumsstandort und fünf Minuten von dieser St. Paul’s Cathedral weit liegen. Eh die Gesamtheit dulli deshalb, oder?

Kommt darauf an, wen man fragt. Die 2.000 Markthändler fürchten verdongeln Geschäftsrückgang an ihrem erzwungenen neuen Standort. Wie viele Gehminuten es dorthin sind? Vier Zahlungsfrist aufschieben, in die östliche Randzone nachher Dagenham.

Drei Jahre protestierten die Marktbetreiber und blockierten ihren Rausschmiss, mittlerweile nach sich ziehen sie ihren Umzug akzeptiert. Offiziell zumindest. Hinter vorgehaltener Hand wird noch immer geflucht. Metzger, Restaurants, allerdings sogar Privatpersonen aus London und dem Südosten Englands kaufen hier ihr Fleisch, die Öffnungszeiten: Montag solange bis Freitag, Mitternacht solange bis sieben in dieser Vormittag. „Dies ist dies letzte Rückstand vom alten London, dies geht zurück solange bis ins Mittelalter!“, sagt ein Fleischtandler zu einem Kunden, dieser hier seither Jahren zu Gunsten von seine Familie einkauft: „Dies Fleisch am Markt ist wesentlicher preiswerter denn im Supermarkt, man hat direkten Kontakt zu den Händlern und weiß, welches man kriegt. Nur London drängt die Arbeiterklasse raus – und baut stattdessen neue Hochhäuser, die sich niemand leisten kann.“

Lebendige Vergangenheit

Ein Mann mit roten Flecken uff weißer Schürze mischt sich im Vorbeikommen ein und ruft: „Und dies ist dieser letzte Ort, wo man noch ordentlichen Cockney-Slang hört!“ Fernerhin dies ist Londoner Kultur, die erhalten werden soll: und zwar nicht nur musealisiert, sondern lebendig.

Teile des Marktkomplexes allerdings wurden jahrzehntelang nicht genutzt und verrotteten: Von den letzten Ruinen mitten in dieser Stadt war die Vortrag, in deren Zentrum durchaus dieser Markt blüht und dieser Schmäh rennt. Zahlreiche Pläne zu Gunsten von eine Neuentwicklung wurden vorgestellt und wieder verworfen. Etwa dieser, mit dem Bulldozer Spielfeld zu zeugen und statt dem historischen Wahrzeichen noch mehr gigantische Bürohochhäuser ins Stadtbild zu betonieren.

Sharon Ament, die Direktorin vom Museum of London, freut sich, dass dieser Plan nicht durchging. Sie hatte den Zuschlag erhalten und war überrascht von dieser Schwierigkeit dieser denkmalgeschützten Bauten, die nun schon teilsaniert wurden und ein vergessenes Tunnelsystem zum Vorschein brachten. Man rechnete wirklich mit einem Umzug solange bis 2021 und Preis von 70 Mio. Pfund – mittlerweile sind es 250 Mio. und die Eröffnung wird uff 2025 geschätzt.

Die Gewerkschaft beklagte mangelnde Kommunikation dieser Führungsebene des Museums und fürchtet um Arbeitsplätze, vor allem, da nun eine zweijährige Pause bevorsteht, in dieser die Sammlung kein Haus hat. Dies Management hat versprochen, im Rahmen dieser gesetzlichen Vorlagen sein Bestes zu Gunsten von die Mitwirkender zu verschenken. Kann man davon zwei Jahre seine Rechnungen bezahlen?

Verwandt wie die Museumsmitarbeiter fürchten sogar die Markthändler, „ohne festen Wohnsitz“ zu werden, da dies neue Marktgebäude nicht einzugsbereit sein wird, wenn sie ihr altes verlassen zu tun sein: Mit dessen Vervollständigung rechnet man 2028. Es soll dieser größte Handelsmarkt Europas werden, an den sogar dieser traditionelle New Spitalfields Market zu Gunsten von Obst und Grünzeug sowie dieser Billingsgate Fischmarkt zu ziehen nach sich ziehen. Greg Lawrence, dieser Vorsitzende dieser Smithfield Market Tenants’ Association, ist 72 Jahre frühzeitlich und arbeitet am Fleischmarkt, seither er 16 ist. Er war eine federführende Votum im Kampf gegen den Umzug, allerdings nun sagte sogar er dieser „Islington Tribune“: „Es ist vorbei, ich bin unendlich traurig. Dies hier ist mein Leben.“

Noch ein Glas-Wolkenkratzer?

Dies neue Museum of London soll mehr denn nur ein Museum werden, ein „cultural hub“, dieser Morgen aufsperrt und tardiv zu, um „Londons Status einer 24-Zahlungsfrist aufschieben-Stadt zu spiegeln“, wie es in dieser offiziellen Bekanntgabe heißt: Ein Sickerwitz, denn London ist vieles, allerdings keine 24-Hours-City. In herkömmlichen Pubs ist um Mitternacht Sense, und die Öffnungszeiten scheinen sogar wieder strenger geworden zu sein.

Wo London rund um die Uhr funktioniert, ist absurderweise just die Viertel um den Smithfield Market: Hier hackeln die Schlachter die ganze Nacht durch und umziehen mittendrin uff „a cuppa tea“ und welches zum Habern in eines dieser umliegenden Cafés, die 24 Zahlungsfrist aufschieben ungeschützt nach sich ziehen. Früher gab es hier sogar Pubs mit großzügigen Öffnungszeiten, wo die Lohnarbeiter, wenn schon nicht während ihrer Schicht, dann zumindest im Weiteren ihren Feierabend in aller Herrgottsfrüh begossen. Dies war in Wien nicht unterschiedlich, wo dieser Lebensmittelgroßmarkt solange bis 1972 am Naschmarkt sein Zuhause hatte und dies Lokalleben an dieser Wienzeile prägte. Siedelt dieser Smithfield Market um, fehlt den Cafés ihre Nachtklientel und sie werden wohl ihre Öffnungszeiten individuell einrichten, wenn ungekocht zusperren.

Eine weitere Frage ist, welches mit dem „alten“ Museum vorbeigehen soll. In dies auffallende Gebäude wurden erst 2010 wenigstens zehn Mio. Pfund zur Sanierung gepumpt, doch die City of London, dies sagenumwobene Finanzviertel, will es nun komplett wegreißen, um noch mehr gigantische Türme Glas… und Stahl zu konstruieren – ein Plan, gegen den sich die Anwohner wehren.

Ausstellungshäuser sollten sich nicht die Frage stellen, wie sie sich verbiegen können, um mehr Gast zu erhalten, sondern wie sie mehr Menschen uff ihre Schätze und dies darin verborgene Wissen neugierig zeugen können. Neben Selbstkenntnis ist dazu eine Rückbesinnung uff die eigentliche Rolle unumgänglich. Dies Museum of London schuldet es seiner Stadt, zu Gunsten von aus Altersgruppen begehrt zu sein und sie nicht zu Gunsten von blöd zu verkaufen. Ein Milkshake und ein Werbegag aus dem Museumsshop sind nicht dieser eigentliche Mehrwert.

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Neue Karten z. Hd. die LASK-Stadioneröffnung verfügbar

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